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http://www.islamischereligionsgemeinschaft.org/GiF/IRG-G-Logo-20100118.gif (:table border=0 width=100% :) (:cell align=left:) Wie der Soziologie-Professor Gess seine menschenverachtende Stereotype verteidigt"Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten." lautet der fünfte Artikel des Grundgesetzes. "Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei." besagt es außerdem. Von diesen beiden Rechten machte Gess, als Professor der Soziologie an der FH Bielefeld Gebrauch und äußerte: "Der Islam in seiner heutigen Verfasstheit ist eine kollektive Zwangsneurose." Diese Meinung veröffentlichte er mehrmals im Internet. Hierbei hatte Professor Gess eine tiefenpsychologische These Siegmud Freuds zu Religionen auf den Islam gemünzt, um seine Aussage in das Gewand der Wissenschaftlichkeit zu kleiden - mit dem Ergebnis der Stigmatisierung und Verspottung der Muslime. Er erklärte diese Äußerung sei sein persönlicher "Beitrag zum wissenschaftlichen Diskurs". Die Präsidentin der FH Bielefeld bat ihn um Stellungnahme. Sind solche Äußerungen wirklich ein Beitrag zum wissenschaftlichen Diskurs? Wir als Islamische Religionsgemeinschaft K.d.ö.R. glauben das nicht und fordern, dass die Verhetzung wie laut Strafgesetzbuch Konsequenzen hat. Mit seiner Wortwahl, bestehend aus "kollektiv" und "Zwangsneurose", spricht er allen Muslimen in vernichtender Weise die Individualität und geistige Gesundheit ab. Diese kollektive, unkontrollierbare Krankheit scheint geradezu lauthals nach Intervention von außen zu rufen. Professor Gess scheint mit derartiger Wortgewalt seine Stereotype über den Islam in möglichst vielen Köpfen zementieren zu wollen. Aus unserer Sicht ist Kritik an Religionen und Weltanschauungen ist selbstverständlich Teil der Freiheit der Wissenschaft. Und die Meinungsfreiheit ist ein Menschenrecht. Und keinesfalls wünschen wir, dass die muslimische Gemeinschaft vorsorglich durch Zensur vor Kritik geschützt würde. Wir möchten auch keine skrupulöse Tabuisierung von Themen. Professor Gess jedoch greift die Menschenwürde anderer an, indem er Teile der Bevölkerung böswillig verächtlich macht. Des Weiteren stellt er entsprechende "Schriften, die zum Hass gegen Teile der Bevölkerung oder gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihr Volkstum bestimmte Gruppe aufstacheln" öffentlich aus. Diesen Tatbestand nennt man Volksverhetzung. Gess selbst sagt dazu: "Ich will nicht die Muslime fertigmachen sondern ihnen helfen, ein Problem in ihrer Religion wahrzunehmen." Das klingt extrem nach Lagerdenken. Obwohl die Muslime sich nicht als Lager wahrnehmen, sondern eine äußerst pluralistische Weltgesellschaft darstellen. Mit Leichtigkeit kann man erkennen erkennen, dass die Details jeder Religion selbstverantwortet interpretiert werden müssen und die Auffassungen daher unterschiedlichst ausfallen. Aber Prof. Gess mutmaßt einfach, dass diese Weltgesellschaft sich ihrer Vielfältigkeit nicht bewusst ist und daher von Bielefeld aus auf brandmarkende Art und Weise wachgerüttelt werden müsse. Dass es mehr als eine Minderheit von Muslimen ist, die sich innerislamischen Problemen wie fundamentalistischer Rückwärtsgewandheit, islamistisch-legitimierter Diktatur oder religiös-begründeter Bevormundung entgegenstellt, glaubt der Professor dabei nicht. Er weiß er zu berichten, dass es gar keine so große Gefahr zu geben bräuchte, wenn die Mehrheit der Muslime sich nicht wie "Biedermänner" verhielte und gegenüber der Minderheit untätig bliebe. Er wähnt sich daher als Leuchtfeuer am Meinungshimmel. Vor lauter Eifer und Begeisterung über seine ›wissenschaftliche Erkenntnisse‹ schenkt er sich einfach die menschenwürdige Form, in der man angemessen auch alarmierende Kritik äußern kann. Wäre er als Professor der Soziologie tatsächlich am rechten Platz, dann würde er die konstruktive Kritik des Zusammenlebens beherrschen und sich nicht in gesellschaftszerstörender Kritik üben. Ich denke niemand möchte sich vorstellen als muslimisch-gläubiger Student von einem solchen Professor an einer öffentlichen Bildungseinrichtung unterrichtet zu werden. Während dieser eine so eine herabwürdigende Meinung eindeutig als seinen Beitrag zum Diskurs anbietet. Bei etwas fachlicher Eignung würde Professor Gess seine ›Beiträge‹ auf konkrete Beispiele beziehen, ›Erkenntnisse‹ auf den Boden nachvollziehbarer Argumente stellen und seine Verantwortung als Bürger, Person des öffentlichen Lebens und Vertrauensempfänger der Gesellschaft nicht missbrauchen, um Teilen der normalen Bevölkerung entwürdigende Plaketten aufzukleben, die das Zusammenleben leidvoll machen. Muslime und Muslima, die mit ihrem täglichen Handeln ihre individuelle, optimistische Perspektive vom Zusammenleben geltend machen wollen, werden durch solche Plaketten, um Lichtjahre zurückgeworfen und entmutigt. Wo bleiben positive Ideen Professor Gess? Prof. h.c. Dr. jur. Abdurrahim Vural (:tableend:)
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