Deutsch
| Türkisch
| Englisch
| Französisch
| Spanisch
| Niederländisch
| Arabisch
|
| Eine Erzählung mit ernstem Hintergrund über Nasreddin Hodscha Hat der Räuber denn gar keine Schuld? |
|
Der wohl bekannteste weise Narr der islamischen Welt ist Nasreddin Hodscha. Er wird gerne mit Till Eulenspiegel verglichen. Überlieferungen zufolge soll Nasreddin Hodscha im 13. Jahrhundert in Anatolien gelebt haben, weswegen er auch besonders in der Türkei bekannt und beliebt ist. Der arabische Name Nasreddin bedeutet „Sieg des Glaubens“ und Hodscha ist die türkische Bezeichnung für einen Imam oder Lehrer. In Anekdoten wird er als schlauer gewitzter Mann vorgestellt, der zu jeder Situation eine passende Antwort hat, sich häufig mit seiner Frau streitet und sich über seinen Esel ärgert. Dabei kommen oft Lebensweisheiten ans Tageslicht. Hier soll eine Geschichte über Nasreddin Hodscha erzählt werden, die auf lustige Art und Weise eine ernste Angelegenheit beleuchtet: Das Verhalten der Medien, als der Raub des Geldkoffers der IRG öffentlich wurde. Und diese Geschichte geht so: Dem Hodscha wurde der Esel gestohlen. Ein Nachbar, der davon erfährt, fragt den Hodscha vorwurfsvoll: „Warum hast du aber auch die alte Stalltür nicht längst erneuert?“ Ein anderer Nachbar meint: „Du hast bestimmt vergessen, den Riegel vorzuschieben!“ Und ein dritter sagt: „Du hast aber einen tiefen Schlaf, Hodscha! Der Dieb kommt, geht in den Stall, holt den Esel heraus, und du schläfst und merkst überhaupt nichts!“ So findet jeder etwas auszusetzen. Dem Hodscha wird es bald zu bunt: „Also Nachbarn, alles was recht ist! Bin ich denn ganz allein schuldig an der Sache, hat denn der Dieb gar keine Schuld?“ Nun zurück zu Ernst der Angelegenheit. In den Medien wurde der Islamischen Religionsgemeinschaft folgendes unterstellt:
Genug mit diesen elenden Anschuldigen. Es ist schlimm genug, dass der Islamischen Religionsgemeinschaft (K.d.ö.R) so etwas überhaupt zugetraut wird. Hier kommt es aber noch schlimmer: Es wird öffentlich darüber polemisiert und geschrieben. Der Räuber lacht sich inzwischen ins Fäustchen. Er denkt sich nicht zu unrecht: Nach mir wird ja überhaupt nicht gesucht. Die Polizei ermittelt gegen die Geschädigten. Nasreddin Hodscha lässt grüßen. Berlin, den 4. Februar 2010 Professor Dr. Abdurrahim Vural
|
Islamische Religionsgemeinschaft (K.d.ö.R.)
D-10707 Berlin, Xantener Str. 8 - Telefon: 030 / 841 15 730 - Fax: 030 / 841 15 728
e-Mail: info@islamische-religionsgemeinschaft.de
/