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Der Pressesprecher der Islamischen Religionsgemeinschaft – Körperschaft des öffentlichen Rechts, teilt mit, dass heute der Präsident mit hochrangigen Vertretern der Bundesagentur für Arbeit in seinen Räumen Verhandlungen mit dem Ziel geführt hat, das Angebot von hochwertigem Islamischen Religionsunterricht in Berlin und darüber hinaus mittel- und langfristig zu erhöhen.
Durch die Besetzung von überwiegend Religionslehrerstellen soll gewährleistet werden, dass an allen Grundschulen islamischer Religionsunterricht gegeben und innerhalb der nächsten fünf Jahre dieser Religionsunterricht bis zur dreizehnten Klassenstufe angeboten wird.
Die derzeitige Situation auf diesem Gebiet ist vollkommen unbefriedigend und trägt nicht zur Integration der Muslime bei. Dadurch kommt es zur Bildung von so genannten Parallelgesellschaften der Muslime und damit verbundenen Straftaten im Namen der Ehre. Ein sehr gutes Beispiel ist der so genannte Ehrenmord an Hatun Sürücü. Ihr Bruder Ayhan, der sie erschoss und heute noch von vielen jungen Türken als Held gefeiert wird, war der Meinung, dass Gott es gewollt hätte, dass er seine Schwester tötet. Im Prozess hat sich herausgestellt, dass er in einer „Hinterhofmoschee“ von Milli Görüs Schüler war. Dort wurden Ihm durch fundamentalistische, unqualifizierte, der deutschen Sprache und Kultur nicht mächtigen Leute unter anderem solche falschen Ehrbegriffe beigebracht.
Wie anders hätte sich diese Begebenheit zugetragen, wenn Ayhan Sürücü an einer staatlichen Schule durch wirkliche Religionslehrer unter staatlicher Aufsicht islamischen Religionsunterricht erhalten hätte?
Um diese wichtige Lücke zu schließen, ist es unbedingt notwendig, schnell geeignete Lehrkräfte, die einen Hochschulabschluss besitzen und die deutsche Sprache und Kultur vollständig kennen, zu finden.
Es erfüllt den Präsidenten der Islamischen Religionsgemeinschaft – Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Stolz, Freude und Genugtuung, dass die Vertreter der Bundesagentur für Arbeit ihn in seinem Büro aufsuchten und nicht nur eine partnerschaftliche Zusammenarbeit bei der Findung geeigneter Lehrkräfte angeboten haben, sondern ihm zusicherten, geeignete Fachkräfte für den islamischen Religionsunterricht zu suchen.
Berlin, den 06. Januar 2010
Av. Mehmet Ayhan Pressesprecher
Mitteilung vom 06.01.2010 Rückfragen: Chef vom Dienst Telefon: 030 / 841 15 730 Telefax: 030 / 841 15 728 E-Mail: info@islamische-religionsgemeinschaft.de Internet: http://www.islamische-religionsgemeinschaft.de
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