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Selber schuld? Wenn ein Opfer zum Täter wird.
Ein Kommentar.

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen, sagt der Deutsche Volksmund sehr treffend. Dass sich dem persönlichen Unglück häufig die Schadenfreude der Anderen anschließt, musste vergangene Woche die Islamische Religionsgemeinschaft in Berlin schmerzlich erfahren.

Im Berliner Stadtbezirk Wilmersdorf wird einem Vertrauten des Präsidenten Abdurrahim Vural unter Anwendung roher Gewalt ein Koffer mit Geld geklaut. Die Berliner Polizei vereinbart mit den Bestohlenen Stillschweigen. Die Ermittlungen sollten diskret verlaufen und keinesfalls durch die Bekanntmachung in der Öffentlichkeit gefährdet werden. Zwei Tage nach der Tat findet über die Deutsche Presseagentur die Meldung eines ominösen Raubes ihren Weg in die Redaktionen. Ominös nicht etwa, weil am helllichten Tag in einem der besten Wohn- und Geschäftsviertel Berlins geschehen. Und ominös auch nicht etwa, weil offensichtlich irgendjemand von dem Geld wusste, der es nicht hätte wissen dürfen. Ominös aber deshalb, weil Bargeld in einem Koffer auf dem Weg von einer Bank in ein Haus war.

Die Boulevard-Gazetten finden es schnell merkwürdig, dass jemand in einer Welt, die vom bargeldlosen Zahlungsverkehr bestimmt wird, mit Geld in der Hand herumläuft. Und wer das trotzdem macht, der ist schon ein bisschen selber Schuld.

Die Islamische Religionsgemeinschaft ist mit dieser Botschaft nicht zufrieden.

Sie verlangt, dass ein Raub als Raub behandelt wird. Sie fordert, dass Ermittlungen professionell und diskret geführt werden. Sie respektiert die Arbeit und die Notwendigkeit der Presse. Jedoch: wenn geschrieben wird, sollte das Opfer am Ende nicht als Täter dastehen.

Soviel Anständigkeit im Alltag müsste in jeder Gesellschaft das Minimum sein - egal ob im Orient oder im Okzident.

Berlin, 30. Januar 2010

Ansprechpartner für die Presse:
Prof. h.c. Dr. jur. Abdurrahim Vural
Präsident

Islamische Religionsgemeinschaft (K.d.ö.R.)
Xantener Str. 8
10707 Berlin (Wilmersdorf)
Telefon: 030 / 841 15 730
Telefax: 030 / 841 15 728
E-Mail: info@islamische-religionsgemeinschaft.de
Internet: http://www.islamische-religionsgemeinschaft.de




Islamische Religionsgemeinschaft (K.d.ö.R.)
D-10707 Berlin, Xantener Str. 8 - Telefon: 030 / 841 15 730 - Fax: 030 / 841 15 728
e-Mail: info@islamische-religionsgemeinschaft.de


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