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Die Agentur für Arbeit, das Jobcenter & Milli Görüs machen gemeinsame Sache

Der Staat leistet Beihilfe zur Imageaufbesserung bei Milli Görüs.

Mit dem Losspruch "Zukunft anpacken - Angebot 2010" wird heute gemeinsam in den Räumen von Milli Görüs in Berlin-Kreuzberg die Öffentlichkeit gefoppt. Milli Görus darf als verfassungsfeindliche Organisation mit der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter türkisch-stämmige Jugendliche und Familien heute mal so richtig an sich binden.

Vielleicht kommt ja auch Innensenator Körting auf einen kurzen Knick vorbei. Denn der Chef des Berliner Verfassungsschutzes nimmt auch sonst an den Großveranstaltungen und dem alljährlichen Iftar-Essen von Milli Görüs immer persönlich teil. Um das Wohlstandsgefälle zwischen den Ländern aufrechtzuerhalten und die Integration aufs Nötigste zu beschränken muss man eben selber ran. Milli Görüs ist als zweitgrößte türkisch-islamische Organisation ein bewährtes Mittel um die muslimischen Gastarbeiter auch in dritter Generation unentwickelt und pflegeleicht zu halten. Denn das flächendeckende Angebot der Organisation bietet sämtliche Strukturen die zur Religionspraxis nötig sind. Ein eigenständiger Religionsdiskurs ist somit überflüssig. Die aktiv-demokratische Einbringung in die Gesellschaft verhindert erfolgreich ein breites Angebot aus Motiven zur Assimilationsfeindlichkeit. Der von Heimweh geplagten älteren Klientel wird das nostalgische Motiv des osmanisch gefärbten Nationalismus verkauft. Ehrgeizigen Muslimen verkauft man den unsympathischen Traum der Islamisierung Deutschlands. Und für die gemäßigte aber kritiklose Mehrheit geht man mit der Zeit und fährt einen entspannenden Reformationskurs. Bei dieser Angebotsvielfalt kann die IGMG ohne Ausfälle ihre Sammelgeschäfte in der Gemeinschaft tätigen.

Als monetärer Machtapparat stellt die Organisation außerdem sicher, dass die Türkei nicht allzu sehr von den Spenden und Investitionen der Auslandstürken profitiert. Denn es ist egal wie viel Gelder Milli Görüs auch in seiner Maschinerie von über 550 Moscheen in Deutschland von 750 in Europa einsammelt. Bisher ergehen mit verlässlicher Sicherheit immer wieder Anklagen wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung, Betrug, Erschwindeln öffentlicher Fördergelder, Spendensammlungen, Urkundenfälschung, Untreue und Geldwäsche.

In Kreuzberg gibt es heute aber nicht das übliche Prozedere von Predigt, Ermahnung und Spendenaufruf. Sondern man lädt zur „Informationsveranstaltung für Eltern und Jugendliche mit türkischem Migrationshintergrund, die ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen wollen“ ein.

Wenn man hingeht kann man dort vielleicht mit den Politiker sprechen kann, die unbedingt die subtile Rassentrennung und das Wohlstandsgefälle zwischen den Ländern aufrechterhalten wollen. Ebenso interessant zu erfahren erfahren, wie man das Klima des gegenseitigen Misstrauens innerhalb der Gesellschaft fördern kann. Verstanden haben ich bis hierher eines: Zum Wohl der Allgemeinheit lässt man zwielichte Organisationen Minderheiten meinungsmäßig dominieren und finanziell ausbeuten. Denn für ein aufgeklärtes Zusammenleben oder gleichberechtigten Fortschritt oder Reife in der Religion gibt es den staatlichen Segen noch nicht.

Wir als die Islamische Religionsgemeinschaft K.d.ö.R. wünschen uns, dass die Muslime selbst erkennen, dass sie einen großen Bogen um Milli Görüs machen müssen um Integration und Religionsauslebung zukünftig unabhängig zu managen.

Berlin, 5. Januar 2010

Prof. h.c. Dr. jur. Abdurrahim Vural
Präsident

Islamische Religionsgemeinschaft (K.d.ö.R.)
Xantener Str. 8
10707 Berlin (Wilmersdorf)
Telefon: 030 / 841 15 730
Telefax: 030 / 841 15 728
E-Mail: info@islamische-religionsgemeinschaft.de
Internet: http://www.islamische-religionsgemeinschaft.de




Islamische Religionsgemeinschaft (K.d.ö.R.)
D-10707 Berlin, Xantener Str. 8 - Telefon: 030 / 841 15 730 - Fax: 030 / 841 15 728
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