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Die Agentur für Arbeit und das Jobcenter geben gemeinsam mit Milli Görüs eine Veranstaltung für Jugendliche und Familien - Warum hilft der Staat Milli Görüs beim Machtgewinn?

"Zukunft anpacken - Angebot 2010 " ist der Titel der Veranstaltung, die in den Räumen von Milli Görüs in Berlin-Kreuzberg am Samstag stattfindet. Die Agentur für Arbeit und das Jobcenter lassen sich ab sofort zum Imagegewinn von Milli Görüs benutzen. Der türkischen Jugend und der deutschen Öffentlichkeit wir hiermit ein staatlich legitimiertes Positivimage von Milli Görüs geboten.

Und das obwohl Milli Görüs in allen Bundesländern durch den Verfassungsschutz beobachtet und als verfassungsfeindlich eingestuft wird.

Und wie kann es sein, dass sogar der Chef des Berliner Verfassungsschutzes, Innensenator Körting, an Großveranstaltungen und dem alljährlichen Iftar-Essen von Milli Görüs immer persönlich teilnimmt?

All dies ist möglich, weil so verhindert wird, dass die Muslime sich umfassend bilden und sich entwickeln.

Milli Görüs trägt effektiv dazu bei, dass die Muslime unaufgeklärt und rückständig bleiben. Denn das flächendeckende Angebot der Organisation bietet sämtliche Strukturen die zur Religionsausübung nötig sind.

Zwar besagt der Untertitel des Veranstaltungsflyers „Informationsveranstaltung für Eltern und Jugendliche mit türkischem Migrationshintergrund, die ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen wollen.“ Aber ohne eigenständiges Religionsverständnis und selbstgestaltetes Einbringen in die Gesellschaft werden türkischstämmige Bundesbürger noch länger ihre Zukunft ungestaltet lassen.

Durch die ausgefeilte Infrastruktur kann Milli Görüs die Finanzkraft der „Auslandstürken“ aus der islamischen Pflichtabgabe, Spendengeldern für Katastrophen, der Pilgerreise und Opfertierspenden aus 323 Moscheen in Deutschland in untransparente Kanäle abführen. Immer wieder wird in Skandalen offensichtlich, dass die Gelder nicht zweckentsprechend verwendet werden. Des Weiteren ergehen immer wieder Anklagen wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung, Betrug, Erschwindeln öffentlicher Fördergelder, Spendensammlungen, Urkundenfälschung, Untreue oder Geldwäsche.

Indem der Staat Milli Görüs nun offen unterstützt wird schmerzlich klar, dass es im Interesse einflussreicher Kräfte in der Innen- und Außenpolitik ist, wenn sich die Muslime nicht nennenswert weiterentwickeln. Eher soll eine wenigstens subtile Rassentrennung beibehalten und das Klima des gegenseitigen Misstrauens innerhalb der Gesellschaft gefördert werden.

Milli Görüs ändert dabei seine Marschrichtung je nach Wetterlage. Der von Heimweh geplagten älteren Klientel wird das nostalgische Motiv des osmanisch gefärbten Nationalismus verkauft. Ehrgeizigen Muslimen verkauft man den unsympathischen Traum der Islamisierung Deutschlands. Und für die gemäßigte aber kritiklose Mehrheit geht man mit der Zeit und fährt einen entspannenden Reformationskurs. Bei dieser Angebotsvielfalt kann die IGMG erfolgreich ihre Sammelgeschäfte in der Gemeinschaft tätigen. Gleichzeitig gedeihen auch die weltliche Macht und die Verbandelung mit der türkischen Politik oder jeder anderen nützlichen Organisation.

Die IGMG hat keine demokratisch entwickelten Ziele, sie bedient nur die Wünsche aller. Die Größe der Organisation ist erschreckend. Und die Zusammenarbeit mit dem Staat haarsträubend.

Leider scheint es im Interesse einzelner Regierungskräfte, das Wohlstands- und Bildungsgefälle zwischen den Ländern global aufrechtzuerhalten. Zu diesem Zweck lässt man dann unwägbare, zwielichte Organisationen Minderheiten meinungsmäßig dominieren und finanziell ausbeuten. So stellt man am ehesten sicher, dass deren Finanzen keine Erstarkung, sondern Korrumpierung des Heimatlandes bewirken. Interesse an einem aufgeklärtem Zusammenleben sowie gleichberechtigtem Fortschritt oder entwickelter Religion haben solche Regierungskräfte nicht.

Daher muss das Ziel der Gesellschaft und vor allem der Muslime sein Milli Görüs kritisch zu betrachten und komplett zu boykottieren.

Denn wir leben im Informationszeitalter und der Islam hat längst keine territorialen Eroberungen mehr nötig. Der Islam besagt „Es soll kein Zwang im Glauben sein.“ Dementsprechend wird in einem freien Land auch keine andere übergreifende Struktur benötigt als nur die Demokratie an der man sich engagiert beteiligt.

Selbstgestaltete Integration und Religionsauslebung würde ein bunteres Licht auf den Islam werfen, als geldorientierte Machtapparate oder korrupte Staatskräfte.

Berlin, 5. Januar 2010

Ansprechpartner für die Presse:
Prof. h.c. Dr. jur. Abdurrahim Vural
Präsident

Islamische Religionsgemeinschaft (K.d.ö.R.)
Xantener Str. 8
10707 Berlin (Wilmersdorf)
Telefon: 030 / 841 15 730
Telefax: 030 / 841 15 728
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