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Dr. Vural eröffnet demnächst eine große Anwaltskanzlei mit dem Schwerpunkt Strafrecht -
es wird ein Team von ausgezeichneten Fachanwälten mit Moral und Berufsethos geben

Während einer ungerechtfertigten Untersuchungshaft hat Dr. Vural am eigenen Beispiel erfahren müssen, dass die Häftlinge in Untersuchungshaft, sich mir korrupten Pflichtverteidigern konfrontiert sehen. Es war eine zutiefst erschreckende Erkenntnis, dass die zugewiesenen Pflichtverteidiger meist überhaupt nicht für die Rechte des Mandanten kämpfen. Ganz im Gegenteil, sie arbeiten wie Gewerbetreibende zu eigenen Zwecken.

Das System muss man sich derart vorstellen, dass ein Pflichtverteidiger seinem Mandanten lediglich zuvor abgesprochene Strafangebote unterbreitet. Aus diesen kann der zur Schutzlosigkeit Verdammte dann wählen. Für diese oder jene Art von zu unterzeichnendem Geständnis, gäbe es dann also diese oder jene Strafe. Will der Häftling den Kuhhandel nicht mitmachen, findet er sich Gericht und Staatsanwaltschaft schutzlos ausgeliefert.

Während der Pflichtverteidiger vom Staat sein Gehalt bezieht, lässt er sich häufig auch ein zweites horrendes Honorar von den verzweifelten Familienangehörigen zahlen. Betroffene Familien geben ohne zu zögern das gesamte Familienvermögen hin um den Anwalt, zur von ihm versprochenen, Hochform auflaufen zu lassen. Weder Familie noch Häftling haben irgendeine Ahnung wie sie dieser ausgemachten Klemme zwischen Gericht, Staatsanwaltschaft und Pflichtverteidiger entkommen könnten.

Denn sollte man den Pflichtverteidiger durch einen eigenständig engagierten Anwalt ersetzen, muss man außerdem Folgendes feststellen. Es gibt in Berlin ca. 12.000 Anwälte - nur 50 davon teilen den Markt der sich in Untersuchungshaft Befindlichen. Und im Kontext der U-Haft wird ohne mit der Wimper zu zucken wie in einem Wirtschaftsbetrieb gearbeitet. Das ist so, weil Anwälte es nicht für sinnvoll halten, sich mit dem Richter oder der Staatsanwalt anzulegen. Denn im deutschen Strafprozess wird dem Beschuldigten durch das Gericht ein Pflichtverteidiger beigeordnet. Unter den Anwälten für Strafrecht grassiert also die Furcht nicht mehr genug Aufträge als Pflichtverteidiger zu bekommen.

Das bedeutet in logischer Konsequenz, dass viele Richter sich also eher auf Staatseite sehen und am liebsten zu Gunsten der Staatsanwaltschaft entscheiden. Dabei sollte ein Richter neutral sein und zugunsten der Gerechtigkeit seine Entscheidung fällen. Er muss frei von gar selbstgewählten Abhängigkeiten von einer Seite sein. Das System komplette der vorab getroffenen Absprachen, bringt aber natürlich doppelte Gehälter für den Einen und verschont den Anderen vom Schweiß der ehrlichen Arbeit.

Das Ganze ist also nun quasi ein vollautomatisierter Routine-Prozess der mit minimalem Aufwand das Schicksal vieler durch den ewig gleichen Fleischwolf dreht.

Diese bestürzende Tatsache musste Dr. Vural in 10 Monaten ungerechtfertigter Untersuchungshaft ins Auge blicken. Nach seiner Rehabilitation durch den Europäischen Gerichtshofes von diesem unrechtmäßigen Eingriff in sein Privat- und Arbeitsleben hat Abdurrahim Vural, der selber Doktor der Rechte ist, entschlossen diesen Misstand aufzulösen.

Eine intakte, einwandfreie Kanzlei soll sicherstellen, das derjenige der sich in Berlin in Untersuchungshaft befindet einen Rechtsanwalt seines Vertrauens zur Seite hat, der seine Rechte tatsächlich wahrnimmt.

Es soll unmöglich gemacht werden, dass ein Plädoyer nur eine fadenscheinige Darbietung in einer abgekarteten Erpressung ist. Das fabrikähnliche System, bei dem die Pflichtverteidiger Hand in Hand mit Staatsanwaltschaft und Gericht arbeiten muss entfernt werden.

Es ist ungeheuerlich, dass der Arbeitsbereich Strafrecht in sich kriminell geworden ist. Es wird Zeit, dass Menschen in Untersuchungshaft, so gerechtfertigt die Haft auch sein mag, keine Angst mehr vor ihren Anwälten haben müssen. Dass sie zufrieden sein dürfen und in ihrem Fall unterstützt werden. Denn nur wenn sowohl von Seiten des Beklagten und als auch von Seiten des Klägers alle Argumente fachmännisch dargestellt werden, kann ein gerechtes Urteil gefällt werden.

Andernfalls müsste sich die Gesellschaft auf Ex-Häftlinge mit einem gestärkten Ungerechtigkeitssinn vorbereiten.

Hiermit ist das in sich geschlossen System der Ungerechtigkeit und des Eigennutz zu lasten der Grundrechte Inhaftierter hinreichend erklärt. Es werden keine Bemühungen gescheut um die "Marktlage“ zu ändern. Denn der Berufsstand des Anwalts lebt zwar nicht von Luft, aber von Redlichkeit. Dr. Vural wird ein Team ausgezeichneter Fachanwälte vereinen, die ihren Beruf korrekt und engagiert ausüben wollen.

Berlin, den 04. Februar 2010

Av. Mehmet Ayhan
Pressesprecher



Mitteilung vom 04.02.2010
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